{"id":4044,"date":"2015-07-20T12:11:57","date_gmt":"2015-07-20T11:11:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/?page_id=4044"},"modified":"2026-03-20T11:28:08","modified_gmt":"2026-03-20T10:28:08","slug":"kasachstan-2012-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/kasachstan-2012-2\/","title":{"rendered":"Kasachstan 2012"},"content":{"rendered":"<h2>Die Idee<\/h2>\n<p>Die Idee, wieder einmal l\u00e4ngere Zeit mit einem oder mehreren Z\u00fcgen unterwegs zu sein, entstand schon bald nach unserer Rundreise Wien-Lemberg-Bukarest-Wien, die wir 2009 absolvierten (wobei wir mit einer der letzten Sky Europe Fl\u00fcge nicht ganz ohne Schwierigkeiten vom Flughafen Bukarest nach Wien abhoben).<br \/>\nPlanten wir lange Zeit einen Trip nach Dushanbe (Hauptstadt von Tadschikistan) kamen wir nach detaillierteren Studien doch von unserem Plan ab, visatechnisch war das nicht wirklich einfach zu handeln. Neben dem russischen und kasachischen Visum w\u00e4re auch ein multiple Entry Visum f\u00fcr Usbekistan sowie ein Transitvisum f\u00fcr Turkmenistan und schlie\u00dflich das Visum f\u00fcr Tadschikistan erforderlich gewesen.<br \/>\nOrganisatorisch einfacher und sicherlich nicht minder interessant klang da eine Fahrt durch Kasachstan in die alte Hauptstadt Alma Ata und danach ein Trip in das \u201cDubai des Ostens\u201d, die neue Hauptstadt Astana.<br \/>\nSoweit der Plan, den wir dann einmal vor rund einem Jahr locker zu planen begannen.<\/p>\n<h2>Die Route<\/h2>\n<p>Dreh- und Angelpunkt der geplanten Route war ein Sommer-Touristenzug, der j\u00e4hrlich von Mitte Juni bis Mitte September von der Halbinsel Krim (Simferopol) nach Alma Ata unterwegs war. Diesen Zug wollten wir buchen, die Hinfahrt von Wien aus \u00fcber Budapest und Lemberg nach Simferopol gestalten.<br \/>\nLeider stellte die Kasachische Bahn diesen Zug ein, sodass es praktisch unm\u00f6glich wurde, von der Ukraine aus n\u00f6rdlich des Schwarzen Meers Richtung Kaspisches Meer zu gelangen (ausser mit vielen Umsteigeverbindungen und Aufenthalten mitten in der Nacht, was wir dann als untauglich klassifiziert hatten).<br \/>\nEs blieb schlie\u00dflich nur die Route \u00fcber Moskau \u00fcbrig, was den seltsamen \u201cSpitz\u201d nach Norden erkl\u00e4rt\u2026<\/p>\n<h2>Unsere Route im Detail:<\/h2>\n<h3>Tag 1&nbsp;7.9.2012<\/h3>\n<p>Wien \u2013 Budapest<br \/>\nRailjet RJ 63<br \/>\nAbfahrt Wien: 14:09<br \/>\nAnkunft Budapest: 16:49<\/p>\n<h3>Tag 1-3:&nbsp;7.9.2012 \u2013 9.9.2012<\/h3>\n<p>Budapest \u2013 Moskau Kievskaja (2.106 Kilometer)<br \/>\nD16 bzw. D16SH<br \/>\nAbfahrt Budapest: 18:40<br \/>\nAnkunft Moskau: 09:55 (+2 Tage)<\/p>\n<h3>Tag 3- 5:&nbsp;9.9.2012 \u2013 11.9.2012<\/h3>\n<p>Moskau Kasanskaja \u2013 Atyrau (1.802 Kilometer)<br \/>\nINT 360 EI<br \/>\nAbfahrt Moskau: 12:08<br \/>\nAnkunft Atyrau: 07:55 (+2 Tage)<\/p>\n<h3>Tag 5-7: 11.9.2012 \u2013 13.9.2012<\/h3>\n<p>Atyrau \u2013 Almaty (2.695 Kilometer)<br \/>\nD41KH<br \/>\nAbfahrt Atyrau: 18:20<br \/>\nAnkunft Almaty 2: 19:35 (+2 Tage)<\/p>\n<h3>Tag 8:&nbsp;14.9.2012<\/h3>\n<p>Almaty<\/p>\n<h3>Tag 9-10: 15.9.2012 \u2013 16.9.2012<\/h3>\n<p>Almaty \u2013 Astana (1.343 Kilometer)<br \/>\nN 009<br \/>\nAbfahrt Almaty 2: 11:40<br \/>\nAnkunft Astana: 07:17 (+1 Tag)<\/p>\n<h3>Tag 11:&nbsp;17.9.2012<\/h3>\n<p>Astana \u2013 Kiew \u2013 Wien<br \/>\nVV0414 (Aerosvit Air)<br \/>\nAbflug Astana: 05:50<br \/>\nAnkunft Kiew: 07:35<br \/>\nOS0664 (Austrian Airlines)<br \/>\nAbflug Kiew: 10:50<br \/>\nAnkunft Wien: 11:55<\/p>\n<h2>Die Kosten<\/h2>\n<p>Fliegen ist billiger.<br \/>\nSoviel steht fest.<br \/>\nAber wer will denn schon fliegen, wenn man die Weite der kasachischen Steppe erleben kann? Zudem ben\u00f6tigt man auch keine Hotelzimmer, man ist ja mit seinem Bett unterwegs. In den 10 N\u00e4chten haben wir dreimal ein Hotelzimmer, sieben Mal \u00fcbernachten wir im Zug.<br \/>\nWenn man russisch kann und\/oder gute Kontakte nach Russland oder Kasachstan hat, kann man sich bei Buchungen via Internet auch Geld sparen. Wer \u2013 so wie wir \u2013 das alles nicht hat, kann Dienste von spezialisierten Reiseb\u00fcros in Anspruch nehmen, die aber nat\u00fcrlich f\u00fcr ihre Dienste bezahlt werden wollen.<\/p>\n<p>Unsere Tickets gliedern sich wie folgt auf (Kosten pro Person):<\/p>\n<p><strong>Zug Wien Budapest:<\/strong><br \/>\nSparschiene um 29,- Euro<br \/>\nSelbst gebucht.<\/p>\n<p><strong>Zug Budapest-Moskau:<\/strong><br \/>\nZugfahrt (Sparschiene gilt bis zur ungarisch-ukrainischen Grenze) : 107,20 Euro<br \/>\nSchlafwagen: 40 Euro<br \/>\nGebucht bei <a href=\"http:\/\/www.gleisnost.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.gleisnost.de\/<\/a> ohne Aufpreis.<\/p>\n<p><strong>Zug Moskau-Atyrau:<\/strong><br \/>\nZugfahrt inkl. Schlafwagen (komplettes Vierer-Abteil): 275 Euro<br \/>\nGebucht bei <a href=\"http:\/\/www.gleisnost.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.gleisnost.de\/<\/a> um 353 Euro<\/p>\n<p><strong>Zug Atyrau-Almaty:<\/strong><br \/>\nZugfahrt inkl. Schlafwagen (2-er Abteil): 275 Euro<br \/>\nGebucht bei <a href=\"http:\/\/www.bahnagentur-schoeneberg.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bahnagentur-schoeneberg.de<\/a>\/ um 330 Euro<\/p>\n<p><strong>Zug Almaty-Astana:<\/strong><br \/>\nZugfahrt inkl. Schlafwagen (2-er Abteil): 153 Euro<br \/>\nGebucht bei <a href=\"http:\/\/www.bahnagentur-schoeneberg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bahnagentur-schoeneberg.de\/<\/a> um 170 Euro<\/p>\n<p><strong>Flugzeug Astana-Kiew-Wien:<\/strong><br \/>\n326 Euro<br \/>\nGebucht bei <a href=\"http:\/\/www.flugladen.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.flugladen.at\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Hotel Almaty:<\/strong><br \/>\n2 N\u00e4chte um 93,60 Euro<br \/>\nGebucht bei <a href=\"http:\/\/www.gleisnost.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.gleisnost.de\/<\/a><\/p>\n<p>Hotel Astana: 1 Nacht um ??? Das werden wir vor Ort sehen, ob wir einen 12-Stunden Tarif bekommen<br \/>\nDa haben wir direkten Mailkontakt aufgenommen und eine Buchungsbest\u00e4tigung erhalten.<\/p>\n<h2>Warum?<\/h2>\n<p>Warum nicht?<br \/>\nWer war denn schon mal in Kasachstan? Sicherlich die Wenigsten. Die touristischen Trampelpfade \u00fcberlassen wir anderen.<br \/>\nDazu kommt, dass gerade die L\u00e4nder im S\u00fcd\/Osten der ehemaligen Sowjetunion in Europa eher ein Schattendasein fristen, solange nicht wieder mal das \u00f6sterreichische Fu\u00dfballnationalteam gegen Aserbaidschan oder Kasachstan antreten muss.<\/p>\n<p>Apropos: Ja, wir haben kurz \u00fcberlegt, den Reisezeitraum so zu legen, dass wir p\u00fcnktlich zum Ausw\u00e4rtsmatch in Astana (Fr. 12.10.2012) ankommen und uns f\u00fcr die weiteste Anreise geb\u00fchrend feiern zu lassen, allerdings lie\u00dfen famili\u00e4re Verpflichtungen diesen Reisetermin nicht zu.<br \/>\nDie Weite der Steppe im S\u00fcden Kasachstans, die Vorbeifahrt am Aral-See, den wir sicherlich nicht sehen werden, da er von der Bahnlinie, die fr\u00fcher am Nordufer entlang fuhr, mittlerweile dutzende Kilometer entfernt liegt, die ehemalige Hauptstadt Alma Aty mit ihrer wechselvollen Geschichte, schlie\u00dflich die neue Hauptstadt Astana, mehr im Norden des Landes gelegen, die sich den Titel \u201cDubai des Ostens\u201d allerdings mit zahlreichen anderen L\u00e4ndern bzw. St\u00e4dten teilen muss.<br \/>\nAll das scheint es wert, zumindest einmal besucht zu werden und wer wei\u00df, vielleicht gibt\u2019s ja auch hier ein Wiedersehen\u2026<\/p>\n<p><strong>Und warum mit dem Zug?<\/strong><br \/>\nWir finden, Zugfahren ist eine herrlich entspannende Art zu reisen. Zumindest in Waggons mit einzelnen Abteilen, wo man sich zu zweit eines teilt. Die modernen Gro\u00dfraumw\u00e4gen, die mittlerweile in Westeuropa die Schienen beherrschen, sind nicht mehr das, was wir unter \u201centspannend reisen\u201d verstehen. Deshalb m\u00fcssen wir Richtung Osten ausweichen, wo die Geschwindigkeiten noch niedriger, die Waggons noch \u00e4lter, die Abteile noch vorhanden und die Abenteuer noch ein bisschen gr\u00f6\u00dfer sind.<br \/>\nZudem bekommt man viel mehr von der Landschaft, den Bewohnern, dem Leben entlang der Strecke, der Weite des Landes etc. mit, als wenn man mit dem Flugzeug einfach dr\u00fcber fliegt und an einem Flughafen, der aussieht wie \u00fcberall auf der Welt einfach ankommt.<br \/>\nEs heisst ja nicht von ungef\u00e4hr \u201cErfahrung\u201d und nicht \u201cErfliegung\u201d.<\/p>\n<h2>Texte w\u00e4hrend der Reise<\/h2>\n<h3>Tag 1<\/h3>\n<p>Wir sitzen im ersten von f\u00fcnf Z\u00fcgen und lassen uns vom Westbahnhof \u00fcber Meidling und Bruck nach Budapest chauffieren. Das fr\u00fche Aufstehen (musste meine Tochter um f\u00fcnf Uhr am Flughafen bringen) macht sich erstmals ein wenig bemerkbar, heute wird der Tag nicht wirklich lange, das wei\u00df ich jetzt schon.<br \/>\nWie immer hat die Aufteilung des Reiseproviantes hervorragend geklappt, Christoph hat eine kaum zu schleppende Tasche mit Schnitzeln, Schinken, K\u00e4se, Thunfischdosen, Brot, Gem\u00fcse, Marillen aus Forchtenstein und sonstigem Essbaren, mir wurde die Versorgung mit Fl\u00fcssignahrung f\u00fcr die erste Teilstrecke anvertraut. Die K\u00fchltasche ist ebenfalls entsprechend schwer.<br \/>\nGerade fahren wir auch durch die Baustelle des neuen Hauptbahnhofes durch, damit beenden wir vorerst den Bericht.<br \/>\nN\u00e4chstes Mal werden wir erst am 11.9. in Atyrau Zugang zum Internet haben. Liebe Gr\u00fc\u00dfe von WCKURT (Wolfgang&amp;Christoph Kasachstan Ukraine Russland Tour)<\/p>\n<h3>Tag 3<\/h3>\n<p>Die Voraussagen, dass die russische Bahn p\u00fcnktlich ist, haben sich bewahrheitet. Nach zwei abwechslungsreichen Tagen und N\u00e4chten sind wir p\u00fcnktlich in Moskau angekommen. Auch die U-Bahn haben wir schnell gefunden, die Metalldetektoren beim Eingang haben uns auch nicht aufgehalten . Die U-Bahnstationen sind \u2013 wie bekannt \u2013 wirklich hervorragend sch\u00f6n, nach 20 Minuten Fahrtzeit haben wir f\u00fcnf Stationen hinter uns gebracht und sind p\u00fcnktlich am Abfahrtsbahnhof angekommen. Und \u00dcberraschung: Am Bahnhof Kasanskaja gibt\u2019s offenes WLAN .<br \/>\nFotos folgen in Atyrau, da haben wir mehr Zeit.<\/p>\n<h3>Tag 8<\/h3>\n<p>Nachdem wir in Atyrau eher wenig Zeit zwischen Ankommen, Duschen, Stadtbesichtigung und Abfahrt hatten, kommt der Bericht erst aus der ehemaligen Hauptstadt Kasachstans, Almaty.<br \/>\nDer Zug Moskau-Atyrau, gestellt von den tadschikischen Eisenbahnen und weiter auf dem Weg nach Leninabad z\u00e4hlte \u2013 laut dem deutschen Reiseb\u00fcro \u2013 zum schrottigsten, was auf russischer Breitspur unterwegs ist. Wie wir nun aus eigener Erfahrung mitteilen k\u00f6nnen, es war nicht gelogen.<br \/>\nIn Moskau bahnten wir unseren Weg durch hunderte Tadschiken, die auf dem Heimweg waren, die Waggons wurden vollgef\u00fcllt mit allem, was daheim gebraucht wurde. Und da waren Auto- und LKW-Reifen ebenso dabei wie eingepackte, ziemlich schwere Eisentr\u00fcmmer, die mir verd\u00e4chtig nach Autoachsen oder Getrieben o.\u00c4. ausgesehen haben. Und mindestens ein K\u00fchlschrank. Sowie Tonnen von Zucker- und Wassermelonen. Wei\u00df der Geier, wozu, konnte man die doch an praktisch jedem Bahnhof entlang der Strecke k\u00e4uflich erwerben.<br \/>\nWie auch immer, wir fanden unseren Platz im Vierer-Abteil, das wir zur G\u00e4nze gebucht hatten. Speisewagen gab\u2019s auch, WCs ja, OK, ebenfalls. Sitzpinkler wollte man da allerdings eher nicht drauf sein, zum Gl\u00fcck hatte ich auch jede Menge Klopapier aus Wien mitgenommen.<br \/>\nNach zwei N\u00e4chten gelangten wir schlie\u00dflich nach Atyrau, wo wir uns in der Fr\u00fch in einem Hotel eincheckten, duschten und fr\u00fchst\u00fcckten. Stadtbesichtigung, \u00dcberqueren der Grenze zwischen Europa und Asien, Mittagessen und chillen bei Hugo\u2019s, anschlie\u00dfend ging\u2019s schon wieder zum Bahnhof und in einen erstklassigen Zug, diesmal gestellt von der kasachischen Eisenbahn. Erste Klasse Abteile, blitzsaubere WCs, die auf der Fahrt auch gereinigt wurden, einen Speisewagen, der uns mit kaltem Bier versorgte. Einziger wirklich schwerer Fehler: Das WM-Quali Spiel \u00d6-D wurde nicht \u00fcbertragen und mit der WLAN-Versorgung in der kasachischen Steppe ist\u2019s dann auch nicht weit her.<br \/>\nNach zwei Tagen durch eine wunderbare Landschaft, zumindest f\u00fcr diejenigen, die viel Gegend m\u00f6gen, erreichten wir nun schlie\u00dflich am Abend Almaty. Unser Hotel war nur ein paar Schritte vom Bahnhof entfernt. Endlich wieder WLAN . Die wichtigsten Skype-Telefonate erledigt, Facebook gecheckt, geduscht und ab zum Abendessen. Dort noch ein kurzes Skype-Telefonat mit meiner Tochter, die gerade in den USA, an der Westk\u00fcste weilt und gerade aufgestanden war, Christoph erreichte seinen Sohn auch noch\u2026<br \/>\nWas h\u00e4tten wir vor 10 Jahren gemacht\u2026<br \/>\nSoweit mal ein Kurzbericht, nach der R\u00fcckkehr gibt\u2019s von jedem Zug noch einen detaillierteren Bericht samt Fotos. Den n\u00e4chsten Kurzbericht gibt\u2019s nach dem letzten Zug aus Astana\u2026<br \/>\nGute Nacht!<\/p>\n<h3>Tag 11<\/h3>\n<p><strong>R\u00fcckreise mit Hindernissen<\/strong><br \/>\nNach der Stadtbesichtigung von Almaty und einem erholsamen zweimaligen \u00dcbernachten auf festem Boden brachte uns der letzte Zug wieder \u00fcber Nacht in die Hauptstadt Astana. Bei der Busfahrt zum Flughafen, wo wir ein Hotel gebucht hatten, war schnell klar, dass der alte Teil eher nicht so interessant, der neue allerdings vor allem fototechnisch sehr interessant zu werden erschien.<br \/>\nDavor musste die H\u00fcrde \u201cAirport-Hotel\u201d Astana (ein eigenes Kapitel) gemeistert werden.<br \/>\nNach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung mit zahlreichen Fotos und dem Besuch des markanten Aussichts-Turmes fuhren wir schlie\u00dflich ins Hotel zur\u00fcck, um f\u00fcr den Flug am kommenden Morgen um 5:50 ger\u00fcstet zu sein.<br \/>\nDer Aufforderung, bereits um 3:00 Uhr am Flughafen zu sein, kamen wir nicht nach, eine halbe Stunde sp\u00e4ter muss auch gen\u00fcgen. Wir checkten ein, wurden unser Gep\u00e4ck los und l\u00fcmmelten dann noch ein wenig im Restaurant bei einem Kaffee herum.<br \/>\nUm 5:15 beschlossen wir, die letzte H\u00fcrde zu nehmen und gingen zur Grenzkontrolle, nichts ahnend, wie gro\u00df diese noch werden w\u00fcrde. Die Kommunikation gestaltete sich ziemlich schwierig, da Englisch eher Mangelware in Kasachstan darstellt. Wir h\u00e4tten ein Gesetz gebrochen, k\u00f6nnten nicht ausreisen, m\u00fcssten am Vormittag nochmal zur\u00fcck in die Stadt zum Immigrationb\u00fcro, einen Stempel holen, erst dann k\u00f6nnten wir ein Flugzeug besteigen. Dass uns dieser Plan nat\u00fcrlich eher nicht gefiel, lag auf der Hand.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise hatte unser Flug Versp\u00e4tung, das gab zumindest ein wenig Zeit. Langwierige Diskussionen mit der einzig englischsprachigen und durchaus netten Grenzbeamtin ergaben, dass es noch die M\u00f6glichkeit einer Strafzahlung, sowie Unterschriften auf zahlreichen Formularen gab.<br \/>\nWir nahmen dankend an, zahlten umgerechnet rund 80 Euro Strafe, setzten unsere Unterschriften unter rund 10 Blanko-Dokumente, die sie uns absatzweise auch \u00fcbersetzte und waren froh, dass wir schlussendlich ausreisen durften.<br \/>\nDass vergessen wurde, Christoph auch einen entsprechenden Ausreisestempel in den Reisepass und auf die Boarding-Card zu geben, fiel erst beim Boarding auf, was wiederum Diskussionen, Herzklopfen und erneutes Aufsuchen der Grenzbeamten nach sich zog. Zum Gl\u00fcck gab es in der Zwischenzeit keinen Schichtwechsel und der fehlende Stempel konnte schnell nachgereicht werden.<br \/>\nMit zweist\u00fcndiger Versp\u00e4tung hob dann unser Flieger auch Richtung Kiew ab, wo wir auch den Anschlussflug nach Wien noch kommod erreichten.<br \/>\nEin mehr als stressiger und adrenalingetr\u00e4nkter Abschluss der ansonst wirklich problemlos verlaufenden Reise, so wirklich froh waren wir auch erst, als wir in Wien landeten und im Taxi sa\u00dfen.<\/p>\n<p>Christoph hat dankenswerterweise bereits einen etwas ausf\u00fchrlicheren Reisebericht in drei Teilen in einem bahnaffinen Online-Forum ver\u00f6ffentlicht, aus dem wir vor der Reise auch einige gute Informationen erhalten haben.<br \/>\nDie Berichte sind hier zu finden:<br \/>\nTeil 1: <a href=\"http:\/\/www.drehscheibe-foren.de\/foren\/read.php?30,6083011\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.drehscheibe-foren.de\/foren\/read.php?30,6083011&nbsp;<\/a><br \/>\nTeil 2: <a href=\"http:\/\/www.drehscheibe-foren.de\/foren\/read.php?30,6088474\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.drehscheibe-foren.de\/foren\/read.php?30,6088474<\/a><br \/>\nTeil 3: <a href=\"http:\/\/www.drehscheibe-foren.de\/foren\/read.php?30,6088714\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.drehscheibe-foren.de\/foren\/read.php?30,6088714<\/a><br \/>\nLinks \u00f6ffnen sich jeweils in einem neuen Fenster.<br \/>\nViel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<h2>Bildergalerie<\/h2>\n<p>Hier gibt\u2019s die Highlights der Bilder zu sehen, die Christoph und ich w\u00e4hrend der Reise gemacht haben. Ich hab sie dreimal aussortiert, gel\u00f6scht, hin- und hergeschoben, irgendwie sind dann doch diese \u00fcbriggeblieben. Nur so als Warnung.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Achtung:<\/strong> Es gibt viel Gegend, viel Metall (Waggons und Loks), Interieur der Waggons und nat\u00fcrlich Menschen, sowohl uns beide als auch viele andere. Ach ja, St\u00e4dte gibt\u2019s nat\u00fcrlich auch noch.<br \/>\nViel Spa\u00df, Feedback ist nat\u00fcrlich immer willkommen.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee Die Idee, wieder einmal l\u00e4ngere Zeit mit einem oder mehreren Z\u00fcgen unterwegs zu sein, entstand schon bald nach [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-4044","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4044"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8251,"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4044\/revisions\/8251"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.decker.wien\/wolfgang\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}