Christchurch – 1.06: Tralalala

Wieder einmal bin ich aufgestanden, hab gefrühstückt und bin hinausgegangen um die Tiere zu füttern. Wie sich herausgestellt hat, hat das Nicky bereits wieder erledigt gehabt, da sie eine andere Aufgabe für mich hatte. Ich sollte den Rasen mähen. Dass ich Handschuhe, Schutzbrille und Ohrenschützer dafür anziehen bzw. aufsetzen musste, war jedoch ein wenig ungewohnt. Aber ok, der Rasenmäher mit einem eigenen Motor ist doch ein wenig lauter als unserer, der seinen Strom aus der Steckdose bezieht. Zumindest glaube ich das. Nicky ließ mich wieder alleine und ich machte mich an die Arbeit. Nur schien der Rasenmäher nicht gescheit zu funktionieren, denn irgendwie wurde das Gras nicht kürzer. Ich bin dann ein wenig später was trinken gegangen, während sich Nicky ihn angeschaut hat. Wie ich zurückgekommen bin, hat er gescheit gemäht, keine Ahnung, was vorher falsch gelaufen ist.
Ich merke gerade, irgendwie wechsle ich sehr gern in den Zeiten… Ich hoffe, das ist beim lesen nicht allzu verwirrend.
Also, dann durfte ich, diesmal richtig, den Rasen mähen, was einige Zeit in Anspruch genommen hat. Dann durfte ich auch außerhalb weitermähen. Dazu musste ich den Motor vorher abstellen, dann hatte ich jedoch das Problem, dass ich ihn nicht mehr angekriegt hab. Ich habe es so gemacht, wie Nicky es mir gezeigt hat, den Motor mit einen Schalter anstellen und dann diese… ich nenne es mal Startschnur ziehen, keine Ahnung, ob das einen bestimmten Namen hat. Das habe ich ein paar mal gemacht, aber es hat nicht funktioniert. Glücklicherweise lief dann die Nachbarin vorbei, die mich gesehen hatte und mir dann geholfen hat. Bei ihr hat es natürlich funktioniert. Ein wenig später ist der Motor jedoch angestorben. Nachdem ich es wieder ein paar Mal versucht hatte, selbst mit dem Trick, den mir die Nachbarin gezeigt hat, und er nicht mehr angesprungen ist, hab ich in dem Behälter für das Benzin nachgeschaut. Leer, jej. Ich war wieder alleine zuhause, und ich bin gut eine ¼ Stunde sinnlos herumgegangen, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte. Ich war dann kurz drinnen, um wieder etwas zu trinken, als ich in der Küche einen Vogel gesehen habe, der sich wohl hineinverirrt hatte. Bevor ich auch irgendetwas machen, geschweige denn ihn einfangen und rausbringen konnte, waren sofort beide Hunde bei ihm… Jaa, ich glaube, man kann sich denken, was passiert ist. Hatten die Hunde halt einen kleinen Snack zwischendurch, während überall die Federn verteilt wurden.
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Das hat meiner Stimmung auch nicht gerade auf die Sprünge geholfen, aber zurück zu meinem Rasenmäherproblem.
Ich habe auch im Schuppen nach einen Benzinkanister gesucht, ihn aber nicht gefunden. Schließlich habe ich meinen Mut gefasst und habe bei den Nachbarn geklopft und um Hilfe gebeten. Die habe ich, freundlich wie alle sind, auch bekommen und so konnte ich  den Rasen mähen. Ja, ich weiß, ich hätte auch früher drauf kommen können, aber hey, was erwartet ihr von mir?
Danach habe ich wieder etwas gegessen, hab die Hühner raus auf die Wiese gelassen und habe weiter Holz gestapelt. Ich hab zwar schon wieder ein Foto vergessen, aber ich bin schon ziemlich weit. Ich frage mich nur, was mit dem restlichen Holz geschehen sollte, da nicht für alles Platz ist. Schließlich bin ich wieder hineingegangen, als es zu tröpfeln begonnen hatte. Ich war dann oben in meinem Zimmer, und als ich runtergekommen war, um mir was zu trinken zu holen, saß Nicky an ihrem Laptop. Das habe ich gleich ausgenutzt und sie um Hilfe bei dem Buchen von der Lord of the Rings Day Tour gebeten. Mit Internet Explorer hat es nicht funktioniert, mit Google Chrome schon, fand ich irgendwie lustig. Also, am 10. darf ich also im Rahmen einer Tagestour Edoras besuchen. War zwar etwas teuer, obwohl es um die Hälfte verbilligt war, aber anders würde ich dort nicht hinkommen, da ich ja kein Auto hab und kein Bus dorthin fährt. Und mit dem Rad wäre es nun doch etwas zu weit.
Ich war dann wieder in meinem Zimmer, als es draußen dann losging. Ich hab es zuerst gehört, wie ich dann rausgeschaut hab sind ziemlich große Hagelkörner heruntergekommen. Zuerst wenig, dann total viel und die Wiese ist fast ganz weiß geworden. Ein wenig gedonnert und geblitzt hat es auch. Bei einem besonders starken Donner hat sogar das Haus ein wenig vibriert; Also entweder war das ein wirklich starker Donner, oder das Haus ist nicht das stabilste.
Naja, es gab dann auch bald Abendessen, Nicky hat wieder etwas gekocht, und jetzt sitzen wir wieder im Wohnzimmer, neben einem brennenden Kamin.
Irgendwie vergehen die Tage ziemlich schnell, obwohl ich eigentlich gar nicht mal so viel mache.

6 thoughts on “Christchurch – 1.06: Tralalala

  1. Nicole Decker says:

    HA! HA! Ja die Technik 😉
    So ein Rasenmäher-Traktor wäre nicht schlecht, oder?
    Und Action gibt es auch schon…Hunde, die Vögel fressen, Hagelgewitter….
    Schön, dass das jetzt mit deinem Ausflug klappt!
    Und “Tralalala” ist doch ein netter Titel…

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  2. Brigitte Peinemann says:

    Wenn du wieder da bist wird es viel Arbeit
    für dich geben,da du in allem perfekt sein wirst,das ist natürlich ein Spass!!!Bussi Oma

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    1. Lisa Decker says:

      Was krieg ich denn dafür? Vielleicht mach ichs dann 😉

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  3. Alexander Nowak says:

    Hallo Lisa,
    freut mich, dass es dir gut geht in Mittelerde (habe Bücher und Filme bisher noch immer nicht gelesen und gesehen, würde aber trotzdem gerne nach NZL, wenn nicht die langen Flüge wären). Für deine Blog-Titel: wie wäre es mit Maori-Ausdrücken http://www.spahrweb.de/neuseeland2/n251tx01.html (z.B. heißt “wiki” Woche und “papa” Erde) oder du verwendest irgendwelche Elbisch- oder Hobbit-Wörter. Kannst du nicht ein bißchen Elbisch???
    Ganz liebe Grüße aus dem frühlingshaften Wien, die Herbstferien sind ab morgen leider auch schon wieder vorbei:(

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  4. Christine Decker says:

    Hallo Süße,
    Na das sind ja arbeitsreichen Tage bei dir. Irgendwie fehlen mir die Pferdchen auf deiner Farm

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    1. Lisa Decker says:

      Die kommen auf der nächsten dann, keine Sorge 😉

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