Christchurch – 1.07: Mae govannen (sinngemäß aus dem Sindarin übersetzt: sei gegrüßt)

(Für die Pluralform bräuchte ich mein Wörterbuch…)
Heute habe ich wieder die Hühner und die Schweine gefüttert. Glaubt mir, Leute, ihr wollt kein so ein Schwein, vor allem keine so ungeduldigen. Das eine ist mir schon wieder mit seinen Hörnern hinten ins Bein reingerannt, was wahrscheinlich einen kleinen blauen Fleck verursacht hat. Sonst habe ich draußen eigentlich nichts gemacht, da es geregnet hat; den ganzen Tag. Dafür durfte ich drinnen das Haus putzen. Das war ziemlich lustig, wie Nicky mir erklärt hat, was ich so  tun soll. So im Sinne, ja, staubsaugen und dann halt das Bad putzen, so wie ich es zuhause auch immer mach. Sie hat mich dann etwas entgeistert angeschaut, wie ich ihr gesagt, habe, dass ich zuhause nie wirklich geputzt habe. Kommt das verwöhnt rüber, wenn ich das sagen kann? Ich mein, mich stört es ja nicht ;). Den Staubsauger hab ich aber schon bedient, habe ich ihr gesagt, worauf sie gleich ein wenig beruhigter dreingeschaut hat. Ich durfte also das Haus staubsaugen, die Fliesen in der Küche putzen und dann das Bad noch dazu. Nicky meinte, ich mach das gut, so wie ich es mache. Dann hat sie mich auch gefragt, ob ich schon mal einen Kuchen gebacken habe, ein Lebkuchenhaus gemacht habe oder Biscuits, also Kekse gemacht habe. Ich glaube, sie wollte einfach versuchen, ein Gespräch aufzubauen. Dann habe ich ihr geholfen, den Kuchen, den sie gemacht hat, mit einer Glasur zu verzieren. Das war teilweise eine ziemliche Sauerei, da die Glasur irgendwie überall war, was aber nicht meine Schuld war, nur damit ihr das wisst! Danach habe ich ihr weiter beim Kochen geholfen, Zwiebeln geschnitten, Rosmarin und Sellerie vorbereitet und Karotten geschält. Sie hat mir übrigens erzählt, dass Karotten ursprunglich eine schwarze Farbe hatten, und dann auf orange umgezüchtet wurden. Finde ich irgendwie lustig. Sie hat aus dem ganzen und aus Pilzen einen Eintopf gemacht. Was mich ein wenig überrascht hat, war, dass sie dann eine Bierflasche genommen, geöffnet und den Inhalt zum Eintopf dazugeleert hat. Gut, kann man auch machen, wenn man will. Kurz darauf hat sie mich zur Mall mitgenommen, da sie in der Nähe davon wo hin musste und ich angemerkt habe, dass ich Briefmarken brauche. Das Post Office befindet sich gleich neben der Mall. Ich habe mir also Briefmarken besorgt und war nochmal schnell im Supermarkt. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie an der Kassa etwas machen, von dem ich wüschte, sie würden es bei uns ebenfalls machen: ab- oder aufrunden. Statt $16,04 habe ich also “nur” $16,00 gezahlt. So muss man sich nicht mit Schotter rumschlagen.
Zurück zuhause bin ich dann irgendwie an meinem E-Reader hängengeblieben. Ich hatte anscheinend eh nichts anderes mehr zu tun, da Nicky nichts dagegen gesagt hat. Sie hat mich nur wieder zum Essen gerufen. Mehr ist wieder nicht passiert, ich sitze grad nur im Wohnzimmer und lese.
Wobei, zwei Sachen noch. Erstens, meine nächste Farm ist bereits fix, diesmal eine Pferdefarm. Zweitens, wir haben hier Zuwachs bekommen. Ich weiß nicht genau, wer sie ist, oder wie sie heißt, aber sie wohnt jetzt auch hier. Villeicht finde ich ja bis morgen mehr heraus.

8 thoughts on “Christchurch – 1.07: Mae govannen (sinngemäß aus dem Sindarin übersetzt: sei gegrüßt)

  1. Brigitte Peinemann says:

    Du wirst doch nicht Gemüse gegessen haben,und noch dazu mit Bier?Bussi!!!!!

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    1. Lisa Decker says:

      Ne, ich nicht, ich hab vegetarische Fleischbällchen mit Nudeln bekommen ^^. Ich weiß zwar nicht wer, aber irgendwer hat den Eintopf gegessen, wie ich noch oben lesen war.

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  2. Nicole Decker says:

    Sehr verwöhnt!!!! So wie alle in meinem Haushalt noch lebenden Personen…;)
    Cool! Pferdefarm! Da wird das Stall ausmisten etwas schwieriger..haha!
    Wann schaust du dir Christchurch an? Ich hörte was von einem Feuerwerk?

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    1. Lisa Decker says:

      Ja, das wäre gestern gewesen, aber es hat geregnet…

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  3. Sabine Decker says:

    ich glaube du wirst voll gebildet zurückkommen! haushaltsführung, kuchen backen, unkraut erkennen, hühner und schweine füttern, was ist das mathe, latein und deutsch dagegen? weiter viel spaß! du wirst dich im dschungel der täglichen arbeiten schnell zurechtfinden, sodass du land und leute noch besser kennenlernen kannst! und was ist das schwein gegen einen KKK (kroatischenkillenkater)?

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    1. Lisa Decker says:

      Sindarin ist, neben Quenya, die zweite Hauptsprache der Elben aus Mittelerde, Herr der Ringe. Also wirklich, das sollte man schon wissen!

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