Christchurch – 1.12: Edoras

(Falls die Bilder größer oder halt anders sind als sonst, keine Ahnung, warum das so ist.)
Ich bin heute ziemlich pünktlich aufgestanden, da ich schon etwas aufgeregt auf meinen bevorstehenden Ausflug war. Nachdem ich gefrühstückt und die Tiere gefüttert hatte, hat mich Laura mit ihrem Auto mit in die Stadt genommen, um mich bei dem Sammelpunkt abzusetzen. Wir waren etwas spät dran, weswegen ich etwas nervös war, vor allem weil der Verkehr ziemlich dicht war. Aber wir haben es geschafft, ca 5 vor 9 bei dem Museum anzukommen, vor dem der Treffpunkt war. Ich habe mich von Laura verabschiedet, da sie selbst auch weggefahren ist und ich sie somit nicht mehr wiedersehen würde, und habe dannbei dem Treffpunkt nach Hinweisen gesucht, wo ich hinmuss. Es hat nicht gerade positiv zu meiner Nervosität beigetragen, dass ich keine anderen Leute gesehen habe, die ebenfalls gewartet haben. Doch plötzlich habe ich einen kleinen Bus entdeckt, auf dem etwas mit ‘Lord of the Rings’ draufstand. Aber als ich den Fahrer fragen wollte, ob ich bei ihm richtig sei, kam der mir zuvor und meinte, ich müsse auf den nächsten warten. Er verwies auf ein Mädchen, das in der Nähe auf einer Bank saß und meinte, sie würde ebenfalls auf den nächsten warten.
Ich habe mich also zu ihr gesetzt und wir sind gleich ins Gespräch gekommen. Ihr Name war Theresa, glaube ich, war 21 Jahre alt und war so ein Typ, der gerne redet. Das fand ich sehr angenehm, da ich selbst ja lieber zuhöre. Aber über Herr der Ringe kann auch ich etwas quatschen, so war es also nicht nur ein einseitiges Gespräch.
Der Bus kam schließlich 20 Minuten später, da er, vor uns, andere Leute nach Vereinbarung bei ihren Quartieren abgeholt hat.

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So ging es dann schließlich los. Es war eine ziemlich lange Fahrt, aber es wurde nicht langweilig, da uns unser Guide Sachen über Christchurch, das Erdbeben und auch über LotR erzählt hat.

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Wir haben dann bei einem kleinen Cafe in einer kleinen Stadt angehalten, für den “Morning Tea”. Ich habe mir allerdings eine Hot Chocolate gekauft und bin draufgekommen, dass ich die Vorliebe von den Leuten hier, sich Marshmallows reinzugeben, nicht teile. Auch bei diesem Zwischenstopp habe ich mich mit Theresa und einem anderen unterhalten, über LotR, aber auch über andere Sachen wie Doctor Who oder Supernatural. Das ist schon schön, wenn man Leute trifft, die genau solche Fans sind wie man selber es ist.
Als es weiterging, wurden uns über zwei kleine Bildschirme ” Behind the scenes, Making Of” – Videos von LotR vorgespielt. Ein paar Dinge wusste ich bereits, aber es war trotzdem sehr interessant. Am besten war aber das Interview von Elijah Wood (Frodo), geführt von Dominic Monaghan (Merry), der einen deutschen Interviewer imitiert hat. Elijah hat ihn nur gehört, nicht gesehen, und war tatsächlich davon überzeugt, dass ihn da ein Deutscher interviewt. Der Akkzent war aber auch echt gut von Dom.
Nach einer langen Fahrt über eine einsame Schotterstraße mitten im Nirgendwo, wo überall Schafweiden, und ab und zu Kuhweiden waren (ernsthaft, so viele Schafe habe ich noch nie gesehen), sind wir schließlich das erste Mal stehengeblieben. Und zwar neben zwei Seen, wo auch ein paar Häuser standen.

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Ich hatte mir während der Fahrt noch Sorgen gemacht, ob ich nicht meine Regenjacke hätte mitnehmen sollen, da alle anderen eine mithatten und auch der Guide gemeint hat, das Wetter ist so wechselhaft, da kann es ziemlich schnell von Sonne in Regen umschlagen. Aber wie man sieht, das Wetter hat sich recht gut gehalten. Naja, bis auf den Wind, der hat es ein wenig kalt gemacht.
Es ging dann weiter über die Schotterstraße. Mit dem Handy habe ich aus dem Auto hinaus nicht gescheit fotographieren können, daher gibt es von der Fahrt selber keine Fotos. Aber hier, da sind wir das nächste Mal stehengeblieben.
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Erkennt es schon wer? Mehr Fotos konnte ich da mit dem Handy ebenfals nicht machen, da ich Angst hatte, der Wind bläst es mir aus der Hand. Bis zu 120km/h kann er hier haben, meinte Hammond (unser Guide). So viel hatte er heute allerdings nicht, aber er war immer noch stark genug.
Wir sind dann dort hinunter auf die Ebene, näher zum Berg gefahren. Die Schotterstraße, wenn man es überhaupt noch so nennen kann, wurde dann etwas mühsam. Wir wurden im Wagen ziemlich herumgeschüttelt. Hammond hat erzählt, dass die Crewmitglieder jeden Tag von der kleinen Stadt, wo sie übernachtet haben, ca. eine Stunde entfernt, hierher gefahren sind, den ganzen Tag gedreht haben, und dann am Abend wieder zurückgefahren sind; und das ein paar Wochen lang.
Als wir näher waren, konnten wir wieder kurz aussteigen.
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Jetzt ist es aber nicht mehr schwer zu erkennen. Edoras, die Hauptstadt von Rohan, Land der Pferdeherren, also das, was davon übrig ist. Mit ein wenig Fantasie lassen sich da schon Häuser vorstellen und natürlich die Goldene Halle von Meduseld, die auf der Spitze gebaut wurde. Es war ziemlich cool, dort zu stehen und die Gegend in Echt zu sehen.
Wir sind dann noch näher rangefahren, und die “Straße” führte kaum wahrnehmbar durch die ganzen Sträucher hindurch, und auch durch einen Fluss. Kurz davor meinte Hammond, wir sollten uns doch bitte zur Sicherheit abschnallen, falls wir abgetrieben werden. So sind wir durch die Furt durchgefahren, aber es ist nichts passiert, auch beim Rückweg dann nicht. Wir sind auch durch eine Schafsweide durchgefahren, wobei wir die Lämmer, die so auf der “Straße” gelegen sind, ordentlich erschreckt haben.
Dann sind wir ein letztes Mal ausgestiegen. Den Rest mussten wir zu Fuß hinaufgehen.
In Wirklichkeit heißt dieser Berg Mount Sunday, ca. 600m hoch, und ja, er wird wirklich als Berg bezeichnet. Also Leute, ich habe hier in NZ bereits einen Berg bestiegen ;).
Hammond hat noch etwas in seinem Kofferraum mitgehabt, was wir mit hinaufnehmen durften.
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“Anduril, die Flamme des Westens, geschmiedet aus den Bruchstücken von Narsil.” Noch dazu kamen Aragorns früheres Schwert und Theodens Einhänder.
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Oh yes.
Dann sind wir hinaufgegangen, und ich muss sagen, es war einfach geil! Es war wirklich, als ob wir mitten in Rohan stehen würden, was ja auch so stimmt, wenn man es genau nimmt. Ich bin dort gestanden, wo die Goldene Halle war, wo die Häuser waren, mit der geilen Aussicht über die ganze Ebene. Und währenddessen hatte ich im Kopf die ganze Zeit einen Ohrwurm von dem Theme von Edoras.

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Hier Theresa verglichen mit einer Szene vom 2. Teil. Die Stufen sind natürlich nicht mehr da, aber der Hintergrund ist genau derselbe.
Hammond hat noch erzählt, dass die Kulissen hier anders gebaut werden mussten, da die normalen sofort vom Wind weggeblasen werden würden. Wir wurden auch fast weggeblasen, so stark war der Wind. Freut euch schon, wenn ich an einen Computer komme, die Fotos auf der Kamera sind so cool.
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Für meinen Geschmack waren wir nur viel zu kurz dort oben. Aber es war immerhin schon nach 2 am Nachmittag, also mussten wir uns wohl oder über auf den Rückweg machen. Bei der Rückfahrt hat Hammond dann über die Autolautsprecher (über die er uns auch alles erzählt hat) zuerst “Into the West”, dann ” May it be” abgespielt, dir Credits-Songs vom 3. und 1. Teil. Ich hätte da fast heulen können, da es so wunderbar zu unserer Stimmung gepasst hat.
Schließlich haben wir wieder in der kleinen Stadt angehalten um ein Lunch zu essen, was in der Tour inkludiert war.
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Fande ich sehr nett gemacht. Dabei haben wir uns alle noch mehr unterhalten. Wir waren, inklusive Hammond, 12 Leute auf der Tour, also eine schön angenehme kleine Truppe. Eine von den Frauen hatte braune Haare, die zu einem Zopf zusammengefasst waren und ihr bis zu den Kniekehlen reichten. Fand ich sehr faszinierend.
Wir haben uns gegenseitig erzählt, wo wir schon waren und ich habe zwei Mal empfohlen bekommen, in Wellington ebenfalls eine Tagestour zu den Locations zu machen. Die weitere Heimreise verging wie im Flug, da wir weitere Videos gezeigt bekommen haben und uns auch noch recht viel unterhalten haben.
Zurück in Christchurch haben mich Nicky und Jo abgeholt und wir sind zu ihnen nach Hause gefahren. Sonst ist nicht mehr viel passiert, da ich ziemlich müde war. Ich habe mich nur noch dazu aufraffen können, den Blog zu schreiben, nur um am nächsten Morgen zu merken, dass die ganze Mühe umsonst war.Aber was solls, jetzt hat es ja geklappt.
Aber der Tag war echt cool, ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Locations, und ob die mich ebenfalls so mitreißen werden.

5 thoughts on “Christchurch – 1.12: Edoras

  1. Wolfgang says:

    Wow! Danke, dass du dich nochmal aufgerafft hast und danke für die Fotos! Da bekommt man einen super Eindruck von der Gegend! Ein paar mehr von dir wären nett ;-)))
    Bussi!

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  2. Brigitte Peinemann says:

    War ganz aufgeregt beim Lesen,hab mich für dich gefreut!!!Bussi

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  3. Nicole Decker says:

    Das also ist Edora…echt cool!!
    Total schöne Fotos! Kann mir vorstellen, dass du begeistert bist! Stimme Papa zu, hätte gerne noch mehr Selfies…:)
    Ich glaube ich sollte mir die Filme nochmal anschauen!!?
    Super, dass du es nochmals geschrieben hast!!
    Das Schwert ist aber jetzt nicht deines, oder?

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    1. Lisa Decker says:

      Jap, könntest du ^^ Und ne, das Schwert musste ich zu meinem Bedauern wieder abgeben…

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