{"id":616,"date":"2015-01-08T00:40:08","date_gmt":"2015-01-07T23:40:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.decker.wien\/lisa\/?p=616"},"modified":"2017-09-14T18:34:47","modified_gmt":"2017-09-14T16:34:47","slug":"whakatane-1305","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.decker.wien\/lisa\/?p=616","title":{"rendered":"Whakatane &#8211; 13.05: Vulkan"},"content":{"rendered":"<p>Anmerkung: Sry, auf Silvester m\u00fcsst ihr doch noch warten.<\/p>\n<p>Diesmal musste ich ziemlich fr\u00fch aufstehen, da meine Tour zur White Island ziemlich fr\u00fch losging.<br \/>\nBrigitte meinte noch am Vortag, dass ich sie aufwecken sollte, wenn sie nicht von selbst wach werde. Ich dachte kurz, dass das wirklich von N\u00f6ten w\u00e4re, aber im Endeffekt stellte sich heraus, dass sie sich einfach schneller fertig machen konnte, als ich. Sie brachte mich dann um Halb Acht hinunter zu dem Center, von wo aus die Touren losgingen. Dort kam ich auf das Boot, und ein wenig sp\u00e4ter ging es dann auch schon los.<br \/>\nDie Fahrt zur Island dauerte ca. 1\u00bd Stunden f\u00fcr 49km. Es war also recht schnell, w\u00fcrde ich sagen. Der Wind, und dass es dadurch recht kalt wurde, war der einzige negative Punkt auf der Fahrt. Sonst f\u00fchlte ich mich, als ob ich mitten in ein &#8220;Universum&#8221; gefallen w\u00e4re.<br \/>\nDie V\u00f6gel flogen neben dem Boot her und fischten sich Fische aus dem Meer. Ich habe leider den Namen von diesen V\u00f6geln nicht ganz verstanden, aber sie sind ungef\u00e4hr so gro\u00df wie M\u00f6wen, weiss, und haben einen gelben Kopf. Wenn einem von euch langweilig ist, vielleicht kann ja einer herausfinden, was das f\u00fcr V\u00f6gel sind.<br \/>\nIch konnte einen ziemlich genau dabei beobachten, wie er \u00fcber dem Wasser flog, pl\u00f6tzlich abtauchte und dann mit einem Fisch im Schnabel wieder hochkam. Wie gesagt, die Fahrt war ziemlich faszinierend. Auch die Landschaft war total sch\u00f6n. Wir fuhren an der Whale Island vorbei, es war etwas bew\u00f6lkt, sodass die Sonne, wenn sie durchkam, meistens einen Strahl auf das Meer warf. Wundersch\u00f6n. Whakatane verschwand dann langdam im Dunst, w\u00e4hrend vor uns White Island auftauchte.<br \/>\nIrgendwann begegneten wir auch noch Delphine. Die schwammen dann ein wenig mit dem Boot mit, da wir etwas langsamer gefahren sind, als wir sie gesehen hatten.<br \/>\nIrgendwann sp\u00e4ter kamen wir dann bei der Insel an.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.decker.wien\/lisa\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/wpid-img_20150107_095640.jpg\"><img title=\"IMG_20150107_095640.jpg\" class=\"alignnone size-full\"  alt=\"image\" src=\"http:\/\/www.decker.wien\/lisa\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/wpid-img_20150107_095640.jpg\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Hier sieht man bereits die Gase, die da austraten. White Island ist, soweit ich das richtig verstanden hatte, der einzig aktive Vulkan in Neuseeland. Bei den Stufen von 0-6 wird er, glaube ich, auf 1 eingestuft, es gibt also keine Lava dort.<br \/>\nMit einem Beiboot wurden wir an Land gebracht, wo dann die F\u00fchrung begann. Wir bekamen auch alle Helme und sogar kleine Gasmasken, die wir aufsetzen konnten, sobald es uns zu viel wurde. Auch wurde uns erkl\u00e4rt, was wir machen sollen, wenn bestimmte Gefahrensituationen eintreffeb sollten. Im Endeffekt ist eh nichts davon passiert, aber sicher ist sicher.<br \/>\nIch kann mich leider nicht mehr so genau an Einzelheiten erinnern (h\u00e4tte ich gestern am Abend auch nicht mehr gekonnt), ich wei\u00df nur, dass es recht interessant war, was wir da alles geh\u00f6rt hatten.<br \/>\nJe n\u00e4her wir dem Hauptkrater kamen, desto mehr Gase waren in der Luft, sprich, desto weniger gut konnte man atmen. Das stank teilweise schon so derma\u00dfen, irgendwann hatten wir alle dauerhaft unsere Masken auf. Trotzdem mussten die meisten ziemlich husten. Die Kinder, die mitwaren, taten mir da dann etwas leid.<br \/>\n\u00dcberall sahen wir am Boden Sulfid und Sulfur, ersteres eher weiss, zweiteres eher gelb. Hier kamen wir dann zu einem recht gro\u00dfen Sulfurfeld.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.decker.wien\/lisa\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/wpid-img_20150107_104009.jpg\"><img title=\"IMG_20150107_104009.jpg\" class=\"alignnone size-full\"  alt=\"image\" src=\"http:\/\/www.decker.wien\/lisa\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/wpid-img_20150107_104009.jpg\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Am Boden waren teilweise immer wieder L\u00f6cher, von denen Rauch aufgestiegen war. Auch gab es immer wieder Gruben mit Wasser, das so ausschaute, als w\u00fcrde es kochen. Sp\u00e4ter erfuhren wir dann, dass es zwar hei\u00df war, so um die 70-80\u00b0C, aber dass es nur wegen den Gasen, die daraus aufsteigen, so blubbert.<br \/>\nBei dem Hauptkrater war es mit dem Atmen am unbequemsten. Teilweise sah man auch \u00fcberhaupt nichts wegen dem ganzen wei\u00dfen Rauch, der aus der Grube aufstieg. Ein bisschen etwas konnte man aber sehen. Dabei war das, was man gesehen hatte, weniger spannend, als der Gedanke, dass man sich hier nun wirklich auf einem aktiven Vulkan befindet.<br \/>\nInzwischen kamen Hubschrauber an, die ebenfalls eine F\u00fchrung machten. Das hatte ich mir auch \u00fcberlegt, aber das w\u00e4re wieder um einiges teurer gewesen.<br \/>\nWir machten weiter mit unserem Rundgang. Ich \u00fcberlegte mir w\u00e4hrenddessen schon, wie ich unbemerkt einen Stein mitgehen lassen konnte. Denn eigentlich hatten unsere Guides am Anfang gesagt, man solle nichts mitnehmen. Aber komm, einen klrinen Stein als Erinnerung konnte ich mir nicht verwehren. Das Bl\u00f6de war, dass ein Guide vorne ging, und der zweite ganz hinten. So war ich meistens nie unbeobachtet. Aber ich schaffte es trotzdem, sogar zwei Steinchen einzustecken.<br \/>\nAm R\u00fcckweg zum Boot kamen wir wieder an Wassergruben vorbei. Das war so eine Art Schlammwasser. Auch kamen wir an zwei Rinnsalen vorbei, bei denen unser Guide meinte, dass wir das ruhig probieren konnten. Ich lie\u00df es zwar, f\u00fchlte aber dennoch nach, wie warm das Wasser war. Es hatte angenehme Badewannentemperatur. Auch scheint es f\u00fcr Kupfer als Putzmittel gut zu sein, denn sie hielt eine M\u00fcnze halb hinein, die daraufhin wieder ziemlich strahlend aussah. Nur bei Silber, meinte sie, erziehle es die entgegengesetzte Wirkung.<br \/>\nWir ging es dann zu den Ruinen der Sulfur-Abbau-Werkstatt. Fr\u00fcher wurde auf dem Vulkan n\u00e4mlich das ganze Sulfur abgebaut. Zuerst wohnten die M\u00e4nner innerhalb des Vulkans, wo wir eben herumgegangen waren, sp\u00e4ter aber bauten sie ihre H\u00e4user au\u00dferhalb. Zwar mussten sie so jeden Tag entweder hineinklettern, oder mit den Booten runterumfahren, aber es war weit aus weniger gef\u00e4hrlich.<br \/>\nDie Ruinen waren auch interessant zum Anschauen. Der Boden der Geb\u00e4ude war urspr\u00fcnglich ein paar Meter tiefer als er heute war, und das sah man auch bei den T\u00fcren.<br \/>\n\u00dcbrigens, Fotos sind wieder die meisten auf der Kamera, und ja, es gibt auch ein Foto von mir mit Helm und Gasmaske&#8230; Mal schauen, ob das irgendwer zu sehen kriegt oder nicht, das muss ich mir noch \u00fcberlegen.<br \/>\nSchlie\u00dflich ging es dann wieder zur\u00fcck zum Boot. Dort musste ich dann feststellen, dass der Vulkan meine zwei Edelstahlringe, ebenso wie die Kette, an der mein Ring h\u00e4ngt, ziemlich mattiert wurden. Wir wurden zwar gewarnt, dass die Umgebung Silber beeinflussen kann, aber da dachte ich doch nicht an meinen Edelstahlschmuck. Da war ich dann etwas traurig. Mittlerweile schauen sie eh nicht mehr so schlimm aus, oder ich habe mich schneller daran gew\u00f6hnt, als ich dachte.<br \/>\nDie Fahrt zur\u00fcck war dann etwas w\u00e4rmer, da es fr\u00fcher Nachmittag war und die Sonne sch\u00f6n geschienen hatte. Wir bekamen auch ein Mittagessen, dass mir sogr mehr oder weniger geschmeckt hatte.<br \/>\nDie R\u00fcckfahrt war dann nicht so spannend, wie die Hinfahrt. Sie erschien mir auch ein wenig k\u00fcrzer zu sein. Ich schaute mir immer wieder meine zwei Ringe an, bis es einem Crewmitglied aufgefallen war und mich dann fragte, ob der Vulkan meinen Schmuck zerst\u00f6rt h\u00e4tte. Aber wie gesagt, so schlimm war es dann doch nicht.<br \/>\nZur\u00fcck in der Stadt ging ich noch ein wenig spazieren und legte mich mit meiner Musik ein wenig ins Gras. Schlie\u00dflich war es aber dann zu hei\u00df, und ich ging zur\u00fcck zum Haus, was auch anstrengend war, da ich den ganzen H\u00fcgel hinaufgehen musste. Dort war ich dann alleine, da Brigitte bei ihrem anderen Haus war, wo sie ja ausgezogen war, und ihre, noch dort gebliebenen Sachen zu ordnen versuchte.<br \/>\nIch bin mir gerade nicht sicher, wie ich mir da die Zeit vertrieben hatte. Wahrscheinlich mit YouTube-Videos. W\u00e4hrenddessen schrieb ich ein wenig mit einen Typen, den ich in Napier kennengelernt hatte. Der fragte dann, ob ich meinen Host fragen kann, ob in der N\u00e4he irgendwo ein Zeltplatz w\u00e4re, da er und sein Freund einen br\u00e4uchten. Sie waren mit einem Mietauto unterwegs uns mussten kurzfristig ihre Pl\u00e4ne \u00e4ndern, da es dort, wo sie eigentlich hinwollten, keinen Platz mehr gab. Und da sie in der N\u00e4he von Whakatane waren, fragte er mich halt.<br \/>\nBrigitte meinte, sie w\u00fcsste keinen Zeltplatz, aber wenn das nette Leute w\u00e4ren, k\u00f6nnten sie in Garten ihres alten Hauses zelten. Das Angebot gab ich dann weiter, was sie gerne angenommen hatten.<br \/>\nW\u00e4hrend sie am Weg hierher waren, fuhr ich mit Brigitte zu einer Freundin von ihr, um dorr Blueberries zu pfl\u00fccken. 4 20x20cm &#8211; Schachteln konnten wir voll machen. Ich erfuhr dabei, dass es verschiedene Arten von Blaubeeren gibt, die aber irgendwie alle gleich ausschauen; aber sie schmecken ganz leicht unterschiedlich.<br \/>\nEs wurde bereits langsam dunkel, als wir wieder beim Haus ankamen. Nach einem Essen, Kartoffeln &#038; Eier &#038; Halloumi, fuhr ich mit Brigitte zum McDonald&#8217;s, den wir als Treffpunkt mit den Jungs ausgemacht hatten. Die warteten dort bereits, und fuhren uns dann zu Brigittes altem Haus nach.<br \/>\nDas war dann lustig, da sie beim Haus kurz blinkte, aber dann weiterfuhr, da sie ihnen noch schnell den Strand zeigen wollte. Ich fragte die zwei dann sp\u00e4ter, sie meinten, sie w\u00e4ren da anfangs ziemlich verwirrt gewesen.<br \/>\nZur\u00fcck bei dem Haus f\u00fchrte Beigitte uns kurz herum und zeigte uns das Bad und das WC, das sie benutzen durften. Allerdings muste sie uns alles im Dunkeln zeigen, da in einem gro\u00dfen Teil der ganzen Stra\u00dfe der Strom ausgefallen war.<br \/>\nAm Ende der F\u00fchrung fragte Brigitte mich, ob ich denn auch \u00fcber die Nacht hierbleiben m\u00f6chte. Da die Jungs nicht dagegen hatten, sagte ich spontan zu. Ich glaube, mich st\u00f6rt es mehr, als mir selber bewusst ist, dass ich in der letzten Zeit keinen in meinem Alter zum Reden hatte. Brigitte gab mir noch einen Schlafsack, bevor sie dann wieder wegfuhr.<br \/>\nNachdem das Zelt aufgebaut war, sa\u00dfen wir auf der Wiese und quatschten noch sehr nett. Ich wei\u00df jetzt \u00fcbrigens, dass &#8220;Gelse&#8221; anscheinend ein \u00f6sterreichischer Begriff ist, da die zwei ihn nicht kannten. Gut, von &#8220;leiwand&#8221; h\u00e4tte ich auch nicht erwartet, dass sie das kennen.<br \/>\nIm Zelt war es dann nur bl\u00f6d, dass ich keine Matte hatte, sondern nur den Schlafsack.<br \/>\nFalls sich irgendwer Sorgen machen sollte, das waren beides nette Jungs, andererseits h\u00e4tte ich nicht zugestimmt, dort zu \u00fcbernachten.<br \/>\nPS: Das war auch der Grund, warum dieser Blog erst ein Tag sp\u00e4ter kommt; Ich hatte kein Wlan dort zum Hochladen, und keine Zeit zum schreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anmerkung: Sry, auf Silvester m\u00fcsst ihr doch noch warten. Diesmal musste ich ziemlich fr\u00fch aufstehen, da meine Tour zur White Island ziemlich fr\u00fch losging. 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